Im Schullandheim

Schönthal.

Die Höhlenforscher vor dem Bergwerk „Fürstenzeche“

Viel Freizeit, Sport, Naturerlebnisse, ein Trommelworkshop und der Besuch des Silberbergwerks „Fürstenzeche“ in Lam: all das und noch viel mehr gehörte zu dem Schullandheim-Programm der dritten und vierten Klasse der Grundschule Schönthal. Mit ihren Klassenlehrerinnen Monika Drexler und Gabriele Rötzer, sowie der Lehramtsanwärterin Sabrina Zweck verbrachten die Schüler drei spannende Tage beim Aufenthalt im Ferienhotel Lambach.

Erster Höhepunkt der Reise war die Exkursion mit dem ortsansässigen Förster, der den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern zunächst viele Informationen über die Glasproduktion im Bayerischen Wald, über Baumarten, Schädlingsbefall und die Forstarbeit gab. Auf Tempo und Standfestigkeit musste dann beim „Sterschlichten“ geachtet werden, bevor die Kinder bei noch vielen anderen Spielen, wie Eichel-Verstecken, Müll auffinden, „Der Wolf kommt“ oder Tannenzapfenzielwurf gegeneinander wetteifern konnten.

Gemeinsam durch das Spinnennetz – mit Köpfchen und Muskelkraft

Anschließend luden die weitläufigen Außenanlagen des Schullandheimes zum selbstständigen Erkunden und zur sportlichen Betätigung ein. So wurde eifrig Fußball, Beachvolleyball und Minigolf gespielt oder sich am Kletterparcours oder bei der Tarzanbahn ausgetobt.

Zur Stärkung gab es für die hungrige Meute nicht nur mittags, sondern selbst noch beim Abendessen immer ein leckeres warmes Buffet, wovon die Kinder jetzt noch schwärmen.

Ein voller Erfolg war auch der Bunte Abend, bei dem viel gespielt und gelacht wurde. Danach fielen die Schüler hundemüde, aber mit großer Vorfreude auf die folgenden Tage, ins Bett.

Zu Tagesbeginn versammelte man sich zum Gebet in der wunderschönen mit bunten Glaswänden verzierten Kapelle, bevor man sich am reichhaltigen Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ, so richtig stärken konnte. Mit selbstgeschriebenen Briefen fertigte man am Vormittag eine Überraschung für die Daheimgebliebenen. Afrikanische Rhythmen erklangen nach dem Mittagessen bei einem Trommelworkshop. Die Kinder lernten mit großer Freude viele Grundfertigkeiten im Umgang mit der Djembe. Mit konzentrierten Gesichtern trommelten sie nach Anleitung eines Musiklehrers verschiedenste Rhythmen, welche am Ende zu einer großen mehrstimmigen Aufführung zusammenklangen.

Mit dem Förster auf dem „Holzweg“

Bei einer weiteren Waldwanderung durften sich die Schüler beim Rindenabdrucken zunächst künstlerisch betätigen, bevor sie gemeinsam ein kräfte- als auch strategieerforderndes Gruppenspiel meisterten.

Lang ersehnt hatten die beiden Klassen auch den schon angekündigten Besuch der Kegelbahn, wo nicht nur der grandiose „Alle Neune-Wurf“ einer Schülerin lautstark umjubelt wurde.

Beim anschließenden Bayerischen Abend wurde viel gesungen und getanzt, Sagen erzählt und mit Bildern und Anekdoten das früher sehr ärmliche Leben der Bayerwaldler bewusst gemacht. Die dritte Klasse hatte sogar in Handarbeit ein Spiel zur bayerischen Mundart vorbereitet, das von allen gerne in verschiedenen Varianten gespielt wurde.

Klasse 3 und 4 beim Trommelworkshop

Am nächsten Tag neigte sich der spannende Schullandheimaufenthalt dem Ende zu. Beim Besuch im Silberbergwerk „Fürstenzeche“ erfuhren die jungen Entdecker alles Wissenswerte über den Abbau von Mineralien und die mühsame Arbeit in der Mine. Ausgerüstet mit Helmen wurden die Schüler tief im Inneren des Bergwerkes Zeuge, wie interessant, aber auch wie dunkel, nass und kalt es beim Graben, Bohren und Sprengen war. Wertvolle Steine konnten danach zusätzlich im Mineralienmuseum in Arrach bestaunt werden, welches das letzte Ausflugsziel der beiden Klassen war, bevor man sich glücklich auf den Weg nach Hause machte. An der Grundschule Schönthal wurden die heimkehrenden Abenteurer von den wartenden Eltern und Geschwistern freudig in die Arme geschlossen.