Zahnarzt-Team in der Grundschule

Schönthal.

Die zahnmedizinische Fachangestellte leitete die Kinder zum richtigen Zähneputzen nach der sog. KAI-Methode an.

An der Grundschule Schönthal war in der vergangenen Schulwoche ein Zahnarzt-Team zu Besuch. Ein Zahnarzt, eine Zahnärztin sowie zwei zahnmedizinische Fachangestellte vermittelten im Rahmen der „Aktion Löwenzahn“ der Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (LAGZ) den Kindern aller Klassen die wichtigsten Grundlagen der Zahnhygiene.

Der Zahnarzt ging zunächst auf die Bedeutung der Zähne ein: Dass man sie zum Zerkleinern der Nahrung braucht, war für die Kinder offenkundig, nicht so ganz aber die Wichtigkeit zum bzw. beim Sprechen.

Zahngesundheit und gesunde Ernährung, so die Zahnärztin, sind eng miteinander verbunden. Nach der Darstellung des Lebensmittelkreises teilte sie zusammen mit den Schülern eine Vielzahl von Lebensmitteln in zahnfreundliche und zahnunfreundliche Produkte ein.

Die zahnmedizinische Fachangestellte leitete die Kinder zum richtigen Zähneputzen nach der sog. KAI-Methode an.

In diesem Zusammenhang gingen die beiden Zahnärzte sehr ausführlich auf das Thema „Karies“ ein: Kariesbakterien ernähren sich von Zucker, der durch Nahrungsmittel beim Essen in den Mund gelangt. Dabei entsteht eine schädliche Säure, die ihrerseits den Zahn auf Dauer schädigt. Erstaunt und betroffen waren die Kinder, als die beiden in einem Versuch die Wirkung dieser schädlichen Säure auf einen Zahn demonstrierten: Bei jedem ‚Tropfen Säure‘ mehr wurde das Loch im Styropor-Zahnmodell zusehends größer. Werden Zahnlöcher tiefer, kann auch der Zahnnerv angegriffen werden, was wiederum sehr starke Zahnschmerzen verursacht. Um diese zu verhindern, muss der befallene Zahn mit einer Füllung versehen werden. Auch dies zeigten die beiden Zahnärzte am Modell.

Die Einteilung der Lebensmittel in zahnfreundlich und zahnunfreundliche Produkte war gar nicht immer so einfach.

Um dies zu verhindern, putzen wir die Zähne. Es sollte immer nach der sog. KAI-Methode geschehen: K steht für Kauflächen (zuerst oben, dann unten putzen), A für Außenflächen (Zähne aufeinanderbeißen und kreisförmig putzen) und I für Innenflächen (kreisend oder kehrend Zahn für Zahn vom Zahnfleisch weg nach außen putzen). Die richtige Putztechnik erprobten die Erst- und Zweitklässler gleich in der Praxis mit den beiden zahnmedizinischen Fachangestellten Alexandra und Brigitte. Es stellte sich heraus, dass es viel Übung und auch Zeit bedarf, um in der richtigen Technik mit der Zahnbürste jeden Winkel zu erreichen.

Dass eine gute Zahnhygiene auch ‚schon‘ bei den Milchzähnen wichtig ist, wurde den Schülern sehr deutlich, als ihnen der Arzt mittels Schaubildern die große Bedeutung der ‚ersten Zähne‘ als Platzhalter für die bleibenden Zähne erklärte.