Informationsabend „Hinweise für einen gelingenden Schulstart“

Schönthal.

Beratungslehrerin Martha Wachter bei ihrem Vortrag; sie erklärt gerade die richtige Stifthaltung.

 Die Kindergärten Schönthal und Hiltersried sowie die Grundschule Schönthal luden die Eltern der kommenden Schulanfänger zum Informationsabend zum Thema „Hinweise für einen gelingenden Schulstart“ ein. Referentin war Beratungslehrerin Martha Wachter.

Die Referentin stellte die Lernvoraussetzungen für einen gelingenden Schulstart vor und zeigte an Hand einer Vielzahl authentischer Alltagsbeispiele auf, wie Eltern ihr Kind in der verbleibenden Zeit bis September unterstützen können, um ihnen den Schuleintritt zu erleichtern.

Martha Wachter stellte im Bereich des Lesens die Bedeutung des Lautierens der Buchstaben heraus, da nur so der Prozess des Lesenlernens in der Schule leichter falle. Das Interesse der Schüler am Lesen könne durch die Eltern in ihrer Vorbildfunktion geweckt werden. Hier können das Erzählen von Geschichten, das gemeinsame Betrachten von Bilderbüchern, das Vorlesen von Geschichten und das Sprechen darüber hilfreich sein.

Das spielerische Training des phonologischen Bewusstseins sowohl im nicht-sprachlichen wie im sprachlichen Bereich beispielsweise durch Unterscheiden von Geräuschen, Tonlängen, Tonhöhen, Rhythmen und Reimen ist beim Leselernprozess unabdingbar.

Neben intakten Sinnesorganen sind im Bereich des Schreibens, so Martha Wachter, die Beherrschung einiger feinmotorischer Fertigkeiten gefordert. Dazu zählen der richtige Umgang mit der Schere, die richtige Stifthaltung, das Ausmalen-Können von Flächen, das Einhalten von Begrenzungen, das Nachmalen-Können von Formen sowie ganz allgemein, dass sich ein Kind selber an- und ausziehen kann. Unterstützend für die dafür abverlangte Grob- und Feinmotorik wirken sich viel Bewegung im Freien, Balancieren, Sport, rhythmisches Klatschen sowie das Nachzeichnen von Linien aus. Aber auch Ordnung ist beim Schreiben gefragt und kann allgemein durch Ordnung in der Spielkiste, im Kinderzimmer wie auch durch einen geregelten Tagesablauf im Elternhaus angebahnt werden.

Im Bereich des Rechnens haben die Kinder schon etliche vorschulische mathematische Erfahrungen gesammelt. Weiterhin sollten ihnen Möglichkeiten dazu geboten werden, ohne dass „richtige“ Rechenaufgaben gelöst werden müssen. Dazu gehören Dinge zu vergleichen, zu ordnen, einzuteilen, zu messen und zu zählen. Auch erste Raumvorstellungen sollten schon gewonnen worden sein.

Rektorin Gabriele Rötzer bedankt sich bei Beratungslehrerin Martha Wachter für ihren aufschlussreichen Vortrag.

Gefördert werden kann das mengen- und zahlbezogene Vorwissen durch spielerisches Zählen im Alltag beispielswiese in Abzählreimen, bei Finger- oder in Gesellschaftsspielen, durch das Erfassen von geometrischen Formen wie auch einfach durch die Vermittlung, dass Mathematik im täglichen Leben überall gegenwärtig ist.

Nachdem die Referentin noch kurz die Schulfähigkeit allgemein mit ihrer körperlichen, kognitiven, emotionalen und sozialen Komponente und möglichen Fördermöglichkeiten beschrieben hatte, wünschte sie sich von den Eltern der Schulanfänger, dass sie ihren Kindern Zeit zum Spielen, zum Trödeln und zu Tagträumen geben. Sie rief des Weiteren die Eltern dazu auf, vor den Kindern es stets zu vermeiden, negativ oder gar drohend über die Schule oder über bestimmte Lehrkräfte zu sprechen.

Mit Lob, Anerkennung, Akzeptanz, Liebe sowie Interesse am Tun ihrer Kinder könnten die Eltern wichtige Impulse auf dem Weg zur Schule und für einen gelingenden Schulstart geben.

Im Namen der Schule und der beiden Kindergärten bedankte sich Rektorin Gabriele Rötzer bei Beratungslehrerin Martha Wachter für den informativen Abend mit einem Präsent.