Grundschule ist Umweltschule

Schönthal.

Die Grundschule Schönthal erhielt wieder die Auszeichnung „Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule“. Coronabedingt fand diesbezüglich jedoch kein Festakt statt.

Die Schule bewarb sich für diese Auszeichnung mit den Jahresthemen ‚Maßnahmen zum Klimaschutz‘ und ‚ Biologische Vielfalt in der Schulumgebung‘.

Gleich zu Beginn des Schuljahres 2019/20 im September startete die Vorlaufarbeit bezüglich des Handlungsfeldes „Maßnahmen zum Klimaschutz“, welches man in eine nachhaltige Klimaprojektwoche im Februar einbetten wollte: Die zweite Klasse errichtete gleich eine Langzeit-Ausstellung zur Verrottung verschiedener Materialien. Eine Ernährungsfachfrau informierte über das Einkaufen, Kochen und Essen und den Abfall, der dabei entstehe. Als Demonstration für eine leckere Essensverwertung brachte sie selbstgemachte Brotchips mit. Die dritte und vierte Klasse sammelte in und außerhalb des Unterrichts möglichst viele Informationen über die Themen Ozeane, Plastikmüll, fossile und erneuerbare Energien, Klimawandel und Klimaschutz.

In der Klimawoche selber informierten dann drei Experten über Energieverbrauch, Einsparungsmöglichkeiten sowie erneuerbare Energien. Sie lieferten äußerst interessante Infos über die auf dem Schulgebäude installierte Photovoltaikanlage. Den Abschluss der Woche bildete der große Präsentationstag vor den Eltern. Erst erklärte die dritte Klasse den Begriff „ökologischer Fußabdruck“ und fasste die Vorträge der Energieexperten zusammen. Kinder der Klassen 1 und 2 stellten weitere Aktionen vor: So probierten sie Plogging aus, einen sog. Müll-Sammel-Lauf, organisierten eine Büchertauschbörse und stellten ein Bienenwachstuch als Bio-Alternative zur Alu- oder Frischhaltefolie her. Die vierte Klasse erklärte, was Ozeane mit dem Klima zu tun haben und ging dann auf den Plastikmüll in den Gewässern mit seinen schockierenden Folgen ein. Die AG Europa stellte Andreas Fath vor: Er durchschwamm den Rhein, um die Menschen für den Gewässerschutz zu sensibilisieren. Nachdem die dritte Klasse die Ergebnisse ihrer Umfrage bei Mitschülern zu Energiesparmaßnahmen in Form von selbst erstellten Diagrammen vorgestellt hatten, beschloss das Segenslied „E malama“, welches dazu animiert, für die Erde besser zu sorgen und sie wertzuschätzen, den großen Präsentationstag.

Im Nachlauf sammelten die Kinder eifrig „Klimablätter“ für den Klimabaum in Form von klimafreundlichen Taten in und mit der Familie.

Die noch geplanten Besuche der örtlichen Biogasanlage, eines Wasserkraftwerkes sowie des Energieparks fielen dann der Corona-Pandemie zum Opfer.

Ebenfalls gänzlich auf Eis gelegt werden mussten aufgrund von Corona die geplanten Aktionen zum zweiten Handlungsfeld.

Die Viertklässlergruppe A und Rektorin Gabriele Rötzer stellten sich vergangene Woche beim Klimabaum im Schulhof gerne zum Erinnerungsfoto.