Flussperlmuschel-Projekt

Schönthal.

Flussperlmuscheln und ein leerer Krebspanzer

Die gefährdete Flussperlmuschel hält mit Besuch von zwei Naturpark Rangern Einzug in der dritten Klasse.

Nachdem die Schüler und Schülerinnen der Klasse 3 sich bereits im HSU-Unterricht mit Filmen und Sachtexten über die Flussperlmuschel informiert hatten, erfuhren sie beim Besuch der Naturpark Ranger Christoph Grausam und Christian Pregler noch eine Menge mehr darüber.

Anhand von drei mit unterschiedlich verschmutztem Wasser gefüllten Gläsern zeigte Herr Grausam, wie Gewässer je nach Nutzung und Bewohner aussehen können. Würden genügend Flussperlmuscheln im Fluss wohnen, wäre das Wasser sauber und klar.

Als weiteres Anschauungsmaterial hatten die Ranger einige „Flutopfer“ von Flussperlmuscheln dabei. Auch einen Feind der gefährdeten Tiere, den amerikanischen Signalkrebs konnte man begutachten. Weitere Bedrohungen sind der Mink, die amerikanische Wasserratte und die allgemeine Verschlechterung der Lebensbedingungen. So führten der Klimawandel, die Gewässerverschmutzung und noch viele weitere Faktoren fast zum Aussterben dieser außergewöhnlichen Tierart.

Die beiden Naturpark Ranger Christoph Grausam und Christian Pregler begeistern die Drittklässler für die Flussperlmuscheln.

Ein interessantes Entwicklungsstadium faszinierte die Kinder: Die Larven wachsen mehrere Monate in den Kiemen der Bachforelle. Danach verbringen sie einige Jahre im Sandboden des Bachbettes, bis sie endlich an die Bodenoberfläche kommen und sich zur Hälfte eingraben.

Eine Perle in der Muschel – von der sie ja ihren Namen haben – entsteht, wenn ein kleiner Fremdkörper in die Muschel eindringt. Jedes Jahr wächst dann eine Schicht von Perlmutt darüber und entwickelt sich zur Perle. Allerdings passiert das nur in etwa jeder tausendsten Muschel.

Abschließend las Herr Grausam das informative und spannende Bilderbuch „Margarete – Die Königin der Flussperlmuschel“ vor. Die Klasse ist von diesem Thema so begeistert, dass sie sich auch für ein Kunstprojekt des Naturparkvereins, in dessen Namen die beiden Naturpark Ranger unterwegs sind – angemeldet haben und im WG-Unterricht bereits fleißig am werkeln sind.