Lebensraum des Wiedehopfs

Schönthal.

Der Wiedehopf, gemalt von der 4. Klasse

Vor kurzem waren die Schüler der vierten Klasse mit dem Naturpark Ranger Christian Grausam in der Umgebung der Grundschule unterwegs. Thema war der ,,Lebensraum des Wiedehopfs”. Zu sehen bekommt man diesen gefährdeten Voget selten. Er ist 25 bis 30 cm lang und hat einen ungefähr 6 cm langen Schnabel. Wegen seiner punkigen Scheitelfedern, die er bei Erregung aufstellt, würde er sofort auffallen, aber auch, weil Rücken und Schwanz schwarz-weiß gebändert sind.

Der Wiedehopf ist ein Zugvogel. Im Herbst fliegt er bis zu 8000 km nach Südafrika und im Frühling dieselbe Strecke zurück. Vor dieser Leistung muss man Respekt haben, denn er fliegt nicht im Schwarm, sondern alleine über die Alpen, das Mittelmeer und die Sahara, die größte Sandwüste der Erde. Da die Flugroute über Bayern geht – auch über Schönthal, den Perl- und Drachensee, sind hier die Voraussetzungen für eine Ansiedlung günstig.

Mit dem Ranger suchten die Viertklässter einen passenden Platz für einen Nistkasten, da nicht überall geeignete Höhlen in Bäumen und Steinhaufen zur Aufzucht der Brut sind. Dieser fand sich hinter dem Kloster. Dort ist es sonnig. Es gibt verschieden hohe Hecken und Bäume, auch Obstbäume und eine Streuobstwiese. Das Gras ist nicht gemäht. Ein Wiedehopf hätte genügend Nahrung – verschiedene Kräuter und lnsekten, aber auch Raupen. Außerdem hätte er, wenn er am Boden Nahrung sucht, in jede Richtung eine Fluchtmöglichkeit vor Fressfeinden wie Habicht oder Marder”.

Ranger Grausam erklärte unter anderem, dass diesem schönen Vogel sehr geholfen werden kann, wenn Wiesen nicht so oft oder schachbrettartig gemäht werden. Auch wenn nur eine kleine Fläche ungemäht bleibt, haben lnsekten die Chance zum Ausbrüten, so dass der Wiedehopf Nahrung findet und dabei, da er Schadinsekten frisst, uns Menschen nützt. Man könne von diesem Vogel etwas lernen, meinte Herr Grausam. Während er fleißig am Boden Nahrung sucht, macht er immer wieder Pausen. Daran sollten wir Menschen uns ein Beispiel nehmen.

Die Viertklässler freuen sich schon, wenn der Ranger im Juli mit ihnen einen Nistkasten am gefunden Platz anbringt.

Die vierte Klasse der Grundschule Schönthal zusammen mit Naturpark Ranger Christoph Grausam auf der Suche nach einem geeigneten „Lebensraum für den Wiedehopf“.