Mehrfacher Abschied an der Grundschule

Schönthal.

Rektorin Gabriele Rötzer verabschiedet die langjährigen Kolleginnen Monika Drexler (rechts) und Christine Hunger (links) in den Ruhestand.

Gleich mehrfach Abschied zu nehmen hieß es in den letzten Schultagen an der Grundschule Schönthal. So verabschiedete sich zum einen die vierte Klasse von der Schule, zum anderen verabschiedete die ganze Schulfamilie die beiden langjährigen Kolleginnen Monika Drexler und Christine Hunger in ihren wohlverdienten Ruhestand.

Den Anfang des Verabschiedungsreigens machten die Viertklässler. Sie hatten ihre Eltern und einige Ehrengäste zu einer Feierstunde, deren Programm sie gänzlich selber zusammengestellt hatten, eingeladen.

Die Schüler zogen zu den Klängen „Auf uns“ von Andreas Bourani in die Turnhalle ein. Die beiden Klassensprecher hießen die Gäste willkommen. Rektorin Gabriele Rötzer stellte in den Mittelpunkt ihres Grußwortes, wohl wissend, dass viele in der Klasse sich sehr für die Römerzeit interessieren, lateinische Sprüche. Sie drückten all die Wünsche aus, die sie den Viertklässler mit auf ihren künftigen Weg geben möchte.

Die Viertklässler verabschieden sich von der Grundschule Schönthal.

Im Folgenden blickte die Klasse gefällig auf Ereignisse und Erlebnisse in den vier Jahren an der Schule zurück. Auch lud sie die Gäste zum Rätselraten ein. Andreas Ebnet, Opa eines Schülers, trug zwei seiner Mundartgedichte vor. Für Abwechslung sorgten auch die zwischengestreuten Instrumental- und Tanzeinlagen.

Klassenelternsprecherin Martina Niemeier freute sich in ihren Worten über die Herzlichkeit, Menschlichkeit und das Einfühlungsvermögen, das die Kinder an der Grundschule Schönthal erleben durften. „Danke für die schöne Zeit!“ Für Klassenleiterin Monika Drexler gab es Geschenke.

In einer eigenen, zweiten Feierstunde sagte die gesamte Schönthaler Schulfamilie den Lehrkräften Monika Drexler und Christine Hunger „Auf Wiedersehen“. Beide unterrichteten über viele Jahre hinweg an der Grundschule Schönthal und gehen nun in den wohlverdienten Ruhestand.

Nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Singen wir ein Lied zusammen“ und Eröffnungsworten von Rektorin Gabriele Rötzer, machte sich die erste und zweite Klasse in ihrem Beitrag Gedanken darüber, wie doch der „Stundenplan“ für Frau Drexler im Ruhestand ausschauen könnte.

Für Frau Hunger hatten sie in einem weiteren Beitrag ebenfalls viele Ideen, was sie in ihrer ‚schulfreien‘ Zeit so alles machen könnte.

Der Ruhestands-Stundenplan für Lehrerin Monika Drexler.

„Eurem Abschied“, so Schulleiterin Rötzer in ihrer Rede, „sehen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen.“

Das lachende freue sich, dass die beiden endlich zur Ruhe kommen können, Dinge tun können, die schon lange aufgeschoben wurden und vor allem künftig die schönen Seiten wie Hobbys, Familie, Reisen und vieles mehr genießen können.

Das weinende Auge rühre vom Abschiednehmen-Müssen, verbunden mit dem Einsatz im Schulleben.

Nach dem auf die beiden Ruheständler umgedichteten Lied „Der Kuckuck und der Esel“, das die erste Klasse zum Besten gab, überreichte Schulleiterin Gabriele Rötzer Geschenke.

Daniela Beer und Stefanie Decker schlossen sich im Namen des Elternbeirates an.

Nachdem Monika Drexler aus den Händen der Rektorin offiziell ihre Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand überreicht bekommen hatte, schloss letztere die Feier mit einem Zitat von Franz Kafka: „Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.“